Flohalarm und Zeckenzeit

Die Flohsaison dauert genau genommen 365 Tage im Jahr! Dank unserer beheizten Wohnungen können sich die Flöhe auch im Winter vermehren und unsere Tiere befallen. Trotzdem verzeichnen wir jedes Jahr im Frühling einen deutlichen Anstieg des Flohbefalls bei Hunden und Katzen. Flohbisse lösen Juckreiz aus und können bei allergischen Tieren ein quälendes Flohekzem hervorrufen. Die Flöhe, die auf Ihrem Vierbeiner leben, legen Eier nicht nur auf dem Tier ab sondern auch in der Umgebung, sprich in der Wohnung. Aus diesen Eiern entwickeln sich unter günstigen Bedingungen wieder Flöhe und so ensteht ein Kreislauf, den es unbedingt zu unterbrechen gilt. Flöhe können auch Bandwürmer übertragen.

 

Wir beraten Sie gerne bei der vorbeugenden oder therapeutischen Behandlung des Flohbefalls und geben Ihnen das passende Ektoparasitikum an die Hand.

 

Leider haben die steigenden Temperaturen und die milden Winter auch einen positiven Einfluss auf den Entwicklungszyklus der Zecken. Die Zeckenzeit hat bereits im Februar begonnen. Die blutsaugenden Parasiten sind nicht nur eine akute unangenehme Belastung für Ihr Haustier. Zecken übertragen durch ihre Bisse und ihren Speichel auch gefährliche, mitunter chronisch verlaufende Erkrankungen (wie Borreliose). Vom Tier in die Wohnung geschleppte Zecken können den Menschen befallen.

 

Schützen Sie Ihren Hund und Ihre Katze vor Zeckenbissen!

Sprechen Sie uns an, das Praxisteam berät Sie gerne!

Die L4 Impfung! Vollständiger Impfschutz gegen Leptospirose

Die Leptospirose, eine durch spiralförmige Bakterien hervorgerufene, schwere Erkrankung. Sie trat zum ersten Mal 1899 in Stuttgart auf. Inzwischen ist die Leptospirose weltweit verbreitet. Es können Haustiere (Rind, Schwein, Hund), Wildtiere (Ratten, Mäuse, Füchse, Wildschweine) und der Mensch betroffen sein. Erkrankte Tiere scheiden den Erreger mit dem Urin aus. Leptospiren sind vor allem in der wärmeren Jahreszeit in stehendem oder langsam fließendem Gewässer, in Pfützen und in feuchten Böden zu finden. Die Erreger können dort längere Zeit überleben. Hunde, die gerne schwimmen gehen und häufig aus Pfützen trinken sind besonders gefährdet. Über die Maulschleimhaut und Nasenhöhle, kleine unsichtbare Hautwunden und über die intakte Haut bei längerem Aufenthalt im Wasser, dringen die Bakterien in den Körper ein. Die Leptospiren befallen Nieren, Leber und Milz, Lunge, Augen und Muskulatur.

Die Erkrankung beginnt häufig unspezifisch mit allgemeiner Schwäche, Erbrechen, Fieber und Appetitlosigkeit. Im weiteren Verlauf treten Atembeschwerden infolge von Lungenblutungen, vermehrter Durst und häufiger Harnabsatz aufgrund der Nierenschädigung und/oder Gelbsucht bei Befall der Leber auf. Erkrankte Hunde müssen über mehrere Wochen mit verschiedenen Antibiotika behandelt werden. Die Patienten bedürfen einer intensiven Infusionstherapie und benötigen zusätzlich Medikamente gegen Erbrechen und Durchfall. Auch mit bestmöglicher medizinischer Versorgung endet die Leptospirose nicht selten tödlich oder hinterlässt chronische Nierenschäden. Erkrankte Tiere müssen isoliert werden, weil für den Mensch und andere Tiere Infektionsgefahr besteht.

DIE LEPTOSPIROSE IST EINE ZOONOSE !!!! In den letzten Jahren wurden immer neue, krankheitsauslösende Formen der Leptospiren entdeckt. Heute sind ca. 250 verschiedene Serovare dieser Erreger bekannt. Dies machte eine stetige Weiterentwicklung der vorhandenen Impfstoffe notwendig.

Um Ihren Hund, Sie als Hundehalter und Ihre Familie zu schützen, steht uns nun glücklicherweise der L4 Impfstoff zur Verfügung. Beim ersten Einsatz von L4 muss die Impfung nach vier Wochen wiederholt werden, um eine belastbare Immunität zu erzielen. Danach erfolgt die Auffrischung in jährlichen Abständen.

Als Begleiterscheinung kann an der Impfstelle eine „Beule“ entstehen. Es handelt sich dabei um eine normale örtliche Immunreaktion und ist als gutes Zeichen zu werten. Die Schwellung kann in den ersten beiden Tagen berührungsempfindlich und warm sein, ähnlich wie der Oberarm des Menschen nach einer Grippeschutz- oder Tetanusimpfung. Die Veränderungen sind vorübergehend und die „Beule“ bildet sich von alleine wieder zurück.